Ich bin da….

Nur mein werter PC wollte mal wieder nicht wie ich! Und da es mir nach dem letzten Pieksen noch eine Ecke dreckiger ging als letztes Mal schon, hielten sich meine Ambitionen an diesem technischen Missstand etwas zu ändern in Grenzen. Der geneigte Leser weiss ja, dass Frau Neunmalklug nicht nur natürlich, sondern vor Allem aus Überzeugung blond ist (Nicht wahr, Hari?)!

Richtig krank war ich die letzten beide Tage und ich habe beschlossen mindestens 4 Wochen zu pausieren, ehe ich mich weiter quälen lasse! Wenn es nur schon fertig wäre…  Aber da muss ich nun durch und ich werde versuchen, nicht weiter darüber zu jammern, zu lamentieren.
Die liebe Blondi meinte, ich würde „sprühen“… Auch wenn ich es lieber als Elan bezeichne, so kann ich dem zustimmen. Nachdem September und Oktober wie jedes Jahr kacke waren, fühle ich mich zur Zeit uneingeschränkt wohl in meiner Haut. Ich treffe Entscheidungen, mit denen ich zufrieden bin, die teilweise vorher auf die lange Bank geschoben wurden. Ich lebe wieder mehr, ohne dass der Chef des Hauses M&K zu kurz käme und das fühlt sich alles Andere als schlecht an!

Obgleich der gute Therapeut H. daran ( an meinem Wohlergehen, nicht an dem des Chefs ) zweifelt. Als ich vom Stechen kam, betrat er fast zeitgleich mit mir die heiligen Hallen und warf mir mitleidige Blicke zu aber nur kurz. Nachdem er erkannte, dass meine krumme Körperhaltung nur selbstgemachtes Elend war, verfiel er mit dem Chef in ein kleines Zwiegespräch:
„Erst hungert die Frau sich halb zu Tode, dann lässt sie sich verhauen und jetzt das. Müssen wir uns Gedanken um sie und ihre Neigungen machen…?“
Ähnlich, wie Neni es hier schon anmerkte. Ist da vielleicht etwas dran? Hat für Frau Neunmalklug die Definition LEBEN wirklich nur mit Selbstkasteiung zu tun? Erst gestern sagte man mir, ich hätte offensichtlich einen latenten Hang zum Masochismus, um das Wörtchen latent unmittelbar wieder zu streichen. Hm?! Ist das nur für Dritte so offensichtlich? Sollte ich mir doch noch die eine oder andere Gesprächstherapie geben?

Ich weiss es nicht, aber solange es Spass macht… ;)

…tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Oder wie werde ich unfreiwillig Co-Autor!
Wie folgt wird hier in meiner Abwesenheit Schindluder getrieben aber von der besten Hari erwarte ich auch nicht wirklich etwas Anderes! Und auch das Julchen neigt hier und da mal gerne zu der einen oder anderen Übermütigkeit aber dass sie dann sooo mit auf Haris Boot spring, bringt mich dann doch fast an den Rand der Fassungslosigkeit…

Jule
Hallooo?
Ist alles in Ordnung mit Dir? Hier ist es so merkwürdig still!!!
Ich hoffe es geht Dir gut,
Jule

madamelulubelle
Ja, auch heute nichts zu lesen…

Bestimmt ist Frau Neunmalklugscheisserchen mit ihrem neuen Tattoo einer Motorradgang beigetreten und prügelt sich grad wüst in irgend so ner zwielichtigen Rockerkneipe (natürlich besoffen wie eine Haubitze).

Die Jugend heutzutage, ich sachs ja immer wieder…

Jule
Müssen wir uns Sorgen machen…?
Jule

madamelulubelle
Weiss auch nicht. Hmmm, normalerweise reagiert sie auf meine Beleidigungen immer prompt.

Wir können aber auch einfach im Radio ne Suchmeldung durchgeben: Gesucht wird eine blondierte, dauergewellte, magere, tätowierte Rockerbraut, wahrscheinlich alkoholisiert und auf nem Motorrad unterwegs.

Jule, wenn sie darauf nicht binnen einer Stunde antwortet, müssen wir uns sorgen!

Jule
OK, meinen Segen haste, gibse raus die Suchmeldung!!
Oh oh, ich seh schon, wir bekommen Schnicke wenn sie das liest! Deswegen rennt sie doch wohl neuerdings zu diesem Karatekram, damit sie uns ordentlich ablatten kann!

madamelulubelle
Ich glaube auch, dass wir Haue kriegen. Das lässt Mutti sicher NICHT auf sich sitzen. Ich werde jetzt wohl meine Kampfkaninchen abrichten müssen zu meinem Schutz. Du hast es gut, du hast wenigstens Egon, das Kampf-Monster *ich duck mich mal wieder weg*

Ach ja, in die Suchmeldung gehören natürlich noch die lackierten Griffel rein * Schüttel*

Muss ich mich dazu wirklich äussern? ;)

Fragte die liebe Neni.

Gut! Ich bin fast geneigt zu sagen – sehr gut!

Am allerwichtigsten, dem Chef hat es gut gefallen. Ihm gefiel das Haus, das Zimmer (und die sind wirklich gut), das Personal fand grossen Anklang bei ihm, auch das Essen lobte er. Nichts, was in irgendeiner Form negativ aufgefallen wäre. So der erste Eindruck!
Mir war die erste Stunde ein wenig komisch zumute aber das legte sich bald. Und Sonntag ab Mittag wurde ich nochmal ein wenig Unruhig, hatte aber mit der Leitung besprochen, dass wir, resp. vor allem ich, bis 17.30Uhr aushalten.

Ich war Samstag nett Essen, hatte einen angenehmen Abend mit einem Freund, wollte vorher eigentlich noch zur Tochter des Hauses aber diese hatte andere Pläne. Ich habe wunderbar geschlafen, ohne mir grosse Gedanken zu machen. Mein Bauchgefühl, auf das ich mich zu 99,9% verlassen kann, sagte mir, der Herzensherr sei bestens aufgehoben und gut versorgt.

Sonntag allerdings schickte ich mich doch an in Ruhe, rum puzzelnder Weise quasi, etwas der Hausarbeit zu frönen. Was dank lauter Musik, die ich sonst dem Chef zuliebe vermeide, recht angenehm war. Ich liebe es tanzender und singender Weise durchs Haus zu putzen. Meine Brut hat diesbezüglich einen bleibenden Schaden davon getragen. Die Tochter zumindest hört die selbe Musik, singt und tanzt allerdings etwas besser, während sie ihr Reich herrichtet. Der Sohn dagegen verweigert Hausarbeit im allgemeinen nach wie vor…
Kennt ihr klassische „Putzmusik“? Das sind bei uns so Uraltstücke von Smokie, Meat Loaf oder auch Queen. Zu rein gar nichts lässt es sich besser den Boden wischen als zu don’t stop me now!

Danach legte ich mich samt Buch noch eine Stunde hin, als der beste aller Exmänner ans Fenster bollerte. Wieso ich nicht bescheid sage, wenn ich frei habe.
Wir hätten doch schön zusammen einen drauf machen können!
Hase, aus dem Alter einen drauf zu machen bin ich raus!
Och, so alt bist du nun auch wieder nicht…
Das aus deinem Mund? Warst du es nicht, der mich schon vor 10 Jahren als alt deklarierte und mich gegen etwas Jüngeres eintauschte?
Autsch… musst du das immer ausgraben?
Manchmal, wenn es sich anbietet, ja…

Und manchmal ist echt selten! Nun denn, ich versprach ihm nächstes Mal einen Abend mit ihm um die Häuser zu ziehen. Beglückt verabschiedete er sich und kaum dass er weg war, klingelte das Telefon.
„Was gibt’s heut zu essen?“ wollte der Sohn, der irgendwie immer mehr zu einem Abbild seines Vaters wird, wissen.
Eigentlich nichts, da der Chef ausserhäusig versorgt war diesbezüglich aber ich bin eine wohlerzogene Mutter Nette und die Tochter rief gerade noch rechtzeitig an um selbiges zu erfragen, sodass ich die Menge anpassen konnte.
Ich holte den Chef und kaum wieder zuhause fand die Brut, inkl. Schwiegertochter sich ein, frass ass mir die Haare vom Kopf, rauchte meine Zigaretten weg aber verabschiedete sich nicht ohne mir zu versichern, wie lieb sie mich doch hätten!

Nein, es war nett. Durchgehend! Solche Tage mag ich!

Heute dann rief ich nochmal im Tattoo-Studio meines Vertrauens an, meldete meine Schmiererei als abgeheilt und erhielt sogar kurzfristig für übermorgen einen Termin um weiter zu machen. Wenn das nichts ist…

überkommt mich bei dem Gedanken an ein freies Wochenende.

Der Chef geht übers Wochenende als Testphase in die KZP, sprich Kurzzeitpflege. Ich bin absehbar für ein Paar Tage unterwegs, resp. ist dies so geplant und vorher will ich gucken, ob ich ihm das überhaupt zumuten kann. Ob es geht, ob ich ein Paar Tage weg kann. Moralisch unterstützt hierbei von dem Therapeutenvolk – „Tu es! Es wird Zeit, dass du ein Paar Tage nur für dich hast und mal Luft holen kannst. Auch wenn du denkbar fit bist, kann das nur gut sein und sich positiv auswirken!“ Es sei kein Egoismus, das müsse einfach mal sein, damit man selbst nicht irgendwann lang läge. Schlau gesprochen, wohl ist mir dabei trotzdem nicht.
Ich bin es nicht mal mehr gewohnt nur für mich alleine zu denken. Seit über drei Jahren durchgehend mache ich das nun. Ich komme mir schon jetzt ein klein wenig amputiert vor…

Was bloss, tue ich mit einem ganzen freien Wochenende nur für mich? Irgendwelche Vorschläge?

Es gibt so Tage, da wollte man das Bloggen lassen. Nicht heute, ne! Aber gestern! Aber wenn ich mir die Orthographie der letzten Einträge ansehe wird mir ganz anders….

Versuchen wir es später nochmal und dann bitte mit halbwegs ordentlicher Grammatik *soifz*

Edit, ne….

Heute lass ich es auch

Aber gestern! Aber wenn ich mir die Orthographie der letzten Einträge ansehe wird mir ganz anders….

Was zum Geier hat das zweite „Aber“ da zu suchen?

Herr im Himmel!

Sowas schockiert mich tief und trifft doch auf Unverständnis bei mir.

Warum verliert ein Mensch den Mut zu Leben? Egal, wie oft einem das Schicksal in die Suppe spuckt, niemals…

Nichtsdestotrotz – RIP, Robert Enke! Ich mochte ihn sehr, die Erkrankung und der frühe Tod seiner Tochter bewegten auch mich damals. Ich hoffe, er ist den Schmerz darüber wenigstens jetzt los…

Die letzten Jahre hatte ich ein Problem mit dem Zimmer, welches eigentlich meines ist.

Seit dem der Chef mir dort tot vor die Füsse fiel, war ich dort sehr ungerne drin, nutze den Raum mehr als Abstellzimmer für alles Un/Mögliche, denn als Wohnraum. Es ist auch eines der wenigen Zimmer die über eine Tür verfügen und zwar, damit man diese von draussen schliessen kann um nicht hinein sehen zu müssen. Sonst wäre diese Tür dort lange nicht mehr! Generell mag ich nämlich keine Türen, sie sind überflüssig, ausser im Bad vielleicht, platzraubend und geben mir seit je her das Gefühl von eingesperrt sein. Über Türen gab es in meinem Leben schon viele Diskussionen! Egal ob mit dem Mister oder dem King damals  ( welcher nach meinem Auszug recht zeitnah die von mir raus geworfenen Türen auskellerte und wieder einbaute )  … wo immer ich einzog, flogen als erstes überflüssige Türen raus.

Ich habe mich nun die letzten Jahre in dem Raum, der eigentlich meiner ist, halb zu Tode renoviert. Irgendwie war das nie was Halbes und was Ganzes. Ich mochte mich da einfach nicht mehr drinnen aufhalten. Vor einiger Zeit dann fing ich mal wieder an den Pinsel zu schwingen, irgendwann muss es ja mal bewohnbar ( im Sinne meiner Ansprüche ) gemacht werden, so der Gedanke und ich mischte bewusst einen Farbton zurecht, der eigentlich gar nicht meiner ist. Knallig blau, ins türkis laufend. So blau, dass man fast davon erschlagen wird und so blau, dass es zum restlichen Haus einen wirklich krassen Stilbruch darstellt.

Aber was soll ich sagen? Seit dem kann ich mich wieder in dem Raum aufhalten! Der Chef schläft oft sehr unruhig, was mich immer wieder auf die Couch auswandern liess. Nun, da das Zimmer fertig ist, anders fertig als sonst, sind die Zeiten, da ich auf eine 100 Jahre alte, mit Spiralfedern gepolsterte Couch auswandere vorbei.

Jetzt ist es wirklich wieder ein Wohnraum! Jetzt ist es gut! Jetzt ist es mein Zimmer!

Ich mag mein neues Zimmer, sehr sogar!

und das war schon immer so, mag ich gar keine Liebesschnulzen. Ich war immer die erste, die zur Fernbedienung griff um dem Elend ein Ende zu bereiten… Wo andere Frauen dahin schmelzen wie Butter, sagen mir die wenigstens Filmtitel etwas. Das oft schnulzige Geseire war mir seit je her zutiefst zuwider! Ich weiss nicht, woran es liegt. Entweder werde ich einfach nur älter und somit ruhiger oder ich verkomme langsam zu einem komplett sentimentalen Arschloch!

Nicolas Cage und Meg Ryan, Stadt der Engel. Ich finde die beiden ohnehin einfach nur klasse aber der Film?
Wie toll ist der denn bitte? War der schöööön…. ( Das habe ich jetzt nicht wirklich gesagt?)

Gibt es da vielleicht noch andere Filme, die frau unbedingt gesehen haben muss?

Man stelle sich folgendes Szenario vor:
Sohn samt Schwiegertochter sitzen mit den Bewohnern des Hauses M&K am Kaffeetisch.
Der Blick des Sohnes fällt in Richtung Schreibtisch, über welchem, neben meinem Wah<->nhasen,  eine Karte des Tattoo-Studios meines Vertrauens hängt.
Der Ableger verkniff die Augen um aus der Entfernung lesen zu können was auf dieser Karte steht, „Watt willste denn damit?“
Hatte ich etwa vergessen meine Brut darüber zu informieren? Hatte ich? Na sowas…
„Cool“ sagte die Schwiegertochter, als ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte und den Sohn korrigierte „wollte“
„Zeigen, zeigen, zeigen“ wippte das wirklich entzückend ausschauende Wesen, welches meinen Sohn seit Jahren begleitet, auf ihrem Stuhl hin und her.
Als ich mich anschickte das T-Shirt zu lüften, protestierte mein männlicher Ableger kurz und zwar in dem vom Vater geerbten, unverwechselbaren K-Charme! „Boah neee, ich will kein altes Bauchfleisch sehen!“, was das weibliche Wesen neben ihm dazu verleitete ihn mit ihren Fuss an die spürbare Existenz seines Schienbeines zu erinnern.
Hier nun gingen die Meinungen auseinander…
„Wie geil ist das denn bitte?“ staunte die Schwiegertochter, während der Sohn sich meinem männlichen Umfeld anpasste „Biste bescheuert?“


Manchmal weiss ich es wirklich nicht!

*BUMS*RUMPS*POLTER* flog die Hintertüre auf. Herein kam der beste aller Exmänner, stürmte auf mich zu, riss mir, wie zu besten Zeiten, das T-Shirt hoch und die Hose ( immer noch die Schlabberige von gestern ) runter!

„Gehts noch?“
Nun ja, er hatte es Freitag leider nun auch wieder zeitlich nicht einrichten können und auch gestern trieb ihn sein Weg nicht in meine Richtung. Seine Kommentar war derselbe wie der des Misters zwei Tage zuvor. Ähm, der Typ ist sowas von angemalt, Schultern, Rücken, Brust, Nacken, Arme, Waden und ich darf nicht oder was?
Meines sieht man nicht mal, wenn ich es nicht will! Auch den Einwand, dass wir seit geraumer Zeit nicht mehr verehelicht wären, hielt ihn nicht davon ab zu mosern, dass man sowas als Frau doch nicht in der Art bräuchte. Obgleich er eingestehen musste, dass die Arbeit als solches, resp. das Zwischenfazid gut gelungen ist. Auch wenn es auf dem veröffentlichten Foto nicht ganz so anmuten mag, die aufgrund der Schwellungen doch etwas verschoben ausschaut.

Sachen gibt…

Aber er überreichte mir brav meine Monatsration besten Biofleisches, die auch diesmal fast ausschliesslich aus Schweinefilet bestand. Es darf wieder geschlemmt werden!

Und so machte Frau Neunmalklug sich mehr oder weniger nackig für Naturalien ;)

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